Nebenwirkung Depression

Vieles kann Depressionen verursachen. Dazu können auch die Nebenwirkungen von Medikamenten, Chemo- und der Strahlentherapie gehören. Daher haben wir uns dazu entschlossen, dieses wichtige Thema offen anzusprechen damit Sie sich orientieren und sich gegebenenfalls Unterstützung suchen können, denn Depressionen sind gut behandelbar.

Obwohl diese Erkrankung zu den Volkskrankheiten zählt, ist sie stigmatisiert. Es wird kaum darüber gesprochen und Menschen quälen sich unnötigerweise mit Schuldgefühlen, wenn sie davon betroffen sind. Glücklicherweise ändert sich das so langsam und es wird immer leichter darüber zu sprechen. Nicht zuletzt, weil prominente Personen, wie Kurt Krömer und Thorsten Sträter (Schirmherr der Deutschen Depressionsliga), ihre Depressionen öffentlich gemacht haben.

Interessant zu wissen, ist, dass auch diese Erkrankung durchaus positive Aspekte hervorbringen kann. Es ist gut möglich, dass Sie im Rückblick feststellen können, dass Sie durch ihre depressive Erkrankung positive Verhaltensmuster dazu gelernt oder vertieft haben, wie:

  • mehr Einfühlsamkeit in sich selbst und andere
  • mehr Geduld
  • Sie können besser zuhören
  • Sie haben gelernt, tiefe Gefühle zuzulassen
  • Ihre Schwingungsfähigkeit hat sich erhöht (das bedeutet, Sie können flexibler auf Stimmungen und Situationen reagieren)
  • Sie sind empathischer
  • Ihre emotionale Verbundenheit hat sich positiv verändert
  • Sie haben Erfahrungen gemacht und haben gelernt mit zukünftigen Schwierigkeiten anders umzugehen.

Daher wünschen wir Ihnen, dass Sie die Kraft finden, sich zeitnah auf die Suche nach einer unterstützenden Therapie zu machen.

Wir wissen, dass es lange dauern kann, einen Therapieplatz zu erhalten. Gerade deswegen empfehlen wir, sich so schnell wie möglich Unterstützung zu suchen.

Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse und bitten Sie um eine Liste von Therapeuten und Therapeutinnen, die auf Depressionen spezialisiert sind. Beginnen Sie mit der Kontaktaufnahme. Rechnen Sie damit, dass es eine Warteliste gibt. Sichern Sie sich einen Warteplatz.

Sollten Ihre Symptome zu stark werden, lassen Sie sich von ihrem Hausarzt in eine Klinik einweisen oder suchen Sie eine Notaufnahme auf.

Schauen Sie sich bei krankenkassen.de um. Dort finden Sie Möglichkeiten wie Apps, die von Krankenkassen empfohlen werden, kostenfrei sind oder deren Kosten eventuell von ihrer Krankenkasse übernommen werden können. Diese Angebote können Ihnen dabei helfen, sich zu orientieren, damit Sie sich auf eine Lösung des Problems konzentrieren können.

Zum Abschluss und um zu merken, dass sie nicht alleine sind, finden Sie hier ein Gespräch im Rahmen der Sendung „Chez Krömer“ zwischen Kurt Krömer und Torsten Sträter, indem sie sich über ihre depressive Erkrankung unterhalten. Diese Folge wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ab der 9.30 Min. beginnen die beiden damit, über Depressionen zu sprechen. Die ganze Sendung dauert ca. 30 Min. Klick!

In Hirschhausens Sprechstunde (WDR) gibt es eine 43-minutenlange Sendung über Depression. Hier bekommen Sie die wichtigsten Fakten gut verständlich zusammengefasst: Klick!

Weitere Informationsmöglichkeiten:

  • Deutsche Depressionshilfe: Klick!
  • Deutsche Depressionsliga: Klick!

Durch die persönliche Betroffenheit von Eva Terhorst und das schöne Miteinander mit Dr. Koppe und allen anderen Beteiligten, ist das Strahlentagebuch samt dieser Homepage entstanden. Wir haben Hilfreiches entwickelt und stellen es hier kostenfrei zur Verfügung. Dabei haben wir die Betroffenen und ihre Angehörigen im Blick und hoffen, einen Beitrag leisten zu können, Ängste abzubauen und eine Unterstützung dabei zu leisten, an Schwierigkeiten und Herausforderungen zu wachsen – möglichst gemeinsam. Zum Strahlentagebuch geht es hier entlang: Klick!